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Würzburg: ÖDP stellt Dringlichkeitsantrag zum Bockshorn

28.11.2023, 16:30 Uhr in Lokales
Außenansicht Kabarett Bockshorn Würzburg
Foto: Funkhaus Würzburg

Was passiert mit den Räumen des Bockshorn im Würzburger Kulturspeicher, wenn die Kabarettbühne Ende des Jahres schließt? Es muss endlich Klarheit geschaffen werden, fordert die ÖDP-Fraktion im Stadtrat.

Die Stadt habe im Sommer entschieden, dem Theater Chambinzky die Räume zur Miete anzubieten, auch weil dem Theater am bisherigen Standort gekündigt wurde. Seit Mitte Oktober sei aber die Rede davon, das Chambinzky werde doch dortbleiben. Eine definitive Aussage habe die Stadt aber weiter nicht, führe aber auch keine Gespräche mit anderen Interessenten.

Gleichzeitig habe das Bockshorn die Aufforderung erhalten, ​​die Räume bis Ende des Jahres zu räumen. Die Familie Repiscus müsste unter anderem die gesamte Veranstaltungstechnik verkaufen und hätte nicht die Chance mit einem Nachfolger darüber zu verhandeln.

Die Schließung des Bockshorns beschäftigt Kulturliebhaber

​Bei einer Online-Petition hatten 3.700 Menschen ihre Unterschrift für die Initiative „Das Bockshorn muss Kabarettbühne bleiben“ gesetzt. In der Petition wurden auch Vorwürfe gegen die Stadt laut: diese soll die Räume lieber an ein Theater vermieten, sodass es im Raum Würzburg keine Kabarett-Bühne mehr geben würden.

​Die Stadt hatte auf Anfrage mitgeteilt, dass es unter den Bewerbungen kein reines Kabarett-Konzept gegeben hätte. Dem widersprachen die Initiatoren aber. Die Familie Repiscus habe einen Nachfolger an der Hand, der die Bühne in ihrem Sinn weiterführen würde.

Zum Hintergrund

​Das Bockshorn im Kulturspeicher ist über die Grenzen Würzburgs bekannt. Die bisherigen Betreiber hatten bekannt gegeben, dass sie aus Altersgründen die Bühne bis Ende des Jahres schließen wollen. Die Kabarettbühne wurde 1984 von Mathias Repiscus in Sommerhausen gegründet und ist dann 2001 in den Kulturspeicher nach Würzburg gezogen. Auf der Bühne standen schon zu Beginn berühmte Namen wie Urban Priol oder Dieter Hildebrandt. Gleichzeitig sollten dort auch immer junge Künstler gefördert werden. ​