Unterfranken: Eisheilige – Winzer wappnen sich gegen Frost

In Unterfranken stehen in dieser Woche die Eisheiligen bevor. Nach einer alten Bauernregel gilt diese Zeit als letzte Phase im Frühjahr, in der noch einmal Frost auftreten kann. Für die Winzer in der Region bedeutet das regelmäßig besondere Vorsicht.
Denn Spätfröste können in den Weinbergen erhebliche Schäden verursachen – im schlimmsten Fall sogar zu einem fast kompletten Ernteausfall führen. Entsprechend haben viele Betriebe Vorkehrungen getroffen.
Bewährt hat sich zum Beispiel beim Rebschnitt das Stehenlassen einer zusätzlichen Rute. Diese sogenannte Frostrute wächst senkrecht nach oben und dient als Reserve, falls die regulär angebundenen Triebe durch Frost beschädigt werden.
Auch Frostkerzen kommen zum Einsatz. Die überdimensionalen Kerzen werden zwischen den Reben aufgestellt und geben Wärme ab, um die Pflanzen vor Kälte zu schützen.
Einige Winzer setzen zudem auf Heiz- oder Infrarotdrähte, die entlang der Rankhilfen befestigt sind. Die abgegebene Wärme soll ebenfalls helfen, Frostschäden zu verhindern.
Die Eisheiligen sind nach frühchristlichen Bischöfen und Märtyrern aus dem 4. und 5. Jahrhundert benannt und gelten traditionell als Zeitraum mit erhöhter Frostgefahr im Frühjahr.