Main-Rhön: Krankenhausreform hat Auswirkungen auf Kliniklandschaft

Wie steht es um die Krankenhäuser in der Region Main-Rhön? Die bundesweite Krankenhausreform macht eine Neuausrichtung notwendig. Sie sieht vor, dass Kliniken bestimmte Leistungen stärker bündeln und sich spezialisieren müssen.
Wie das in der Region künftig aussehen könnte, zeigt ein neues Gutachten, das am Mittwochnachmittag vorgestellt worden ist. Demnach sollen alle Häuser zwar grundsätzlich erhalten bleiben, ihre Aufgaben sollen aber neu verteilt werden. Geplant ist eine Aufteilung in Grundversorger, Schwerpunktkliniken und Fachkrankenhäuser. Die Grundversorgung mit Notaufnahme, Chirurgie und Innerer Medizin bleibt in Schweinfurt, Haßfurt, Bad Kissingen und Gerolzhofen für alle Patienten vor Ort gesichert.
Größere Veränderungen soll es dagegen bei komplizierteren und spezialisierten Eingriffen geben. Diese wandern laut Plan komplett an die großen Schwerpunkt-Kliniken in Schweinfurt und Bad Neustadt. Für Patienten könnte das längere Wege bedeuten.
Fachkliniken wie das Orthopädische Krankenhaus Schloss Werneck bleiben dem Gutachten zufolge bestehen.
Unsicher ist dagegen die Zukunft der Geburtshilfe in den Haßberg-Kliniken. Sie soll nur erhalten bleiben, wenn genügend Patientinnen behandelt werden und das Angebot wirtschaftlich tragfähig bleibt.
Wie genau die Vorschläge aus dem Gutachten umgesetzt werden, muss nun die Politik entscheiden.