Würzburg: Gerichtsvollzieher zweigt Schuldnergeld ab

Er soll jahrelang das Geld von Schuldnern in die eigene Tasche gesteckt haben. Jetzt ist ein Gerichtsvollzieher vor dem Landesgericht Würzburg in 160 Fällen wegen Untreue und Datenfälschung verurteilt worden. Er muss für drei Jahre und vier Monate ins Gefängnis und verliert seinen Beamtenstatus.
Das Motiv des Angeklagten sei seine eigene finanzielle Schieflage gewesen. Dem Urteil zufolge hatte er die Zahlungsflüsse und ihre Hintergründe mit großem Aufwand verschleiert.
Er wird nach Angaben nach keiner Besoldung und keine Pension erhalten.
Bisher sind rund 323.000 Euro an 166 Geschädigte zurückgezahlt worden. Das Amtsgericht Würzburg prüft derzeit aber noch ältere Vorgänge.