Unterfranken: Bezirksumlage steigt – aber nicht so stark wie befürchtet

Die Belastungen für Städte und Landkreis in Unterfranken dürften im kommenden Jahr höher werden. Denn: Der Bezirk Unterfranken plant, die Bezirksumlage deutlich anzuheben.
Zwar nicht so stark wie befürchtet, von Erleichterung kann aber nicht die Rede sein – der Hebesatz soll trotzdem von bislang 20,69 auf 24,12 Prozent steigen.
Wie der Bezirk auf Nachfrage mitgeteilt hat, kommen nach aktuellen Planungen damit auf die Stadt Würzburg über 61,5 Millionen Euro zu, auf den Landkreis Würzburg 58,4.
Der Landkreis Schweinfurt müsste etwa 40 Millionen Euro bezahlen, gefolgt von den Landkreisen Kitzingen mit 37,1 Millionen und Bad Kissingen mit 36,3 Millionen Euro.
Zum Vergleich: nach Zahlen des Bezirks Unterfranken wären es allein für die Stadt Würzburg Mehrkosten von über neun Millionen Euro.
Grund dafür sind vor allem die stark wachsenden Sozialausgaben – allein in diesem Bereich wird im nächsten Jahr von Mehrkosten von rund 85 Millionen Euro ausgegangen. Und dazu kommt auch noch ein Defizit aus 2025.
Für etwas Entlastung soll aber auch eine Entscheidung des Freistaats sorgen. Dieser will zusätzlich Geld aus dem kommunalen Finanzausgleich zur Verfügung stellen und damit rund 20 Millionen Euro mehr einbringen.
Trotz allem seien die Entwicklungen alarmierend, so der Bezirk. Die finanzielle Situation der Kommunen droht aus dem Ruder zu laufen. Deshalb müssten grundlegende Reformen her, um die Sozialleistungen besser finanzieren zu können. Sonst seien weitere Belastungen in den nächsten Jahren kaum zu vermeiden.
Zum Hintergrund
Die Bezirksumlage ist eine Art Pflichtbeitrag der Städte und Landkreise an den Bezirk Unterfranken. Mit dem Geld werden vor allem soziale Leistungen finanziert, die der Bezirk für die Bürger übernimmt.