Rhön-Grabfeld: Baustopp für SuedLink gefordert

Der BUND Naturschutz erhebt schwere Vorwürfe gegen die Betreiber der Stromtrasse SuedLink im Landkreis Rhön-Grabfeld. Hintergrund sind Bohrarbeiten nahe Eußenhausen, bei denen wiederholt Spülflüssigkeit in den Fluss Streu gelangt sein soll.
Laut dem Naturschutzverband drohen massive Schäden für geschützte Arten wie die Bachmuschel, da das Material den Gewässergrund verschlammt. Versuche des Netzbetreibers TransnetBW, die Ausbreitung mit Sandsäcken zu stoppen, seien fehlgeschlagen. Der Verband fordert deshalb einen sofortigen Baustopp an der betroffenen Stelle.
SuedLink ist eine rund 700km lange Erdkabeltrasse die Windstrom aus dem Norden in den Süden bringen soll. Der Bau soll bis 2028 fertiggestellt sein und dann bis zu 10 Millionen Haushalte versorgen. Es gilt als Schlüsselprojekt der Energiewende, steht aber wegen der geologischen Risiken auch in der Region immer wieder in der Kritik.