Unterfranken / München: Grüne fordert Plan für Wasserschutz

Unterfranken ist die trockenste Region in ganz Bayern – wird Wasser hier bald weiter zur Mangelware? Angesichts trockener Böden, niedriger Pegelstände und zunehmender Hitze schlagen die Grünen im Bayerischen Landtag Alarm.
Mit einem neuen Antrag fordern sie einen 10-Punkte-Wasser-Notfallplan für Bayern.
Die Grünen-Fraktion hat dabei kurzfristige und langfristige Maßnahmen im Petto. So sollen unter anderem eine bayernweite Wasserspar-Offensive, bessere Schutzmaßnahmen für Flüsse und Bäche sowie mehr Unterstützung für Kommunen bei der Sicherung der Trinkwasserversorgung umgesetzt werden.
Ein konkreter Vorschlag betrifft auch Würzburg direkt: Die Fraktion fordert wieder mehr Wasserwirtschaftsämter in Bayern, ausdrücklich auch einen Standort in der Domstadt.
Nur mit ausreichend Fachpersonal könnten Herausforderungen wie Dürre, Niedrigwasser und die Ausweisung neuer Wasserschutzgebiete bewältigt werden.
Langfristig setzen die Grünen auf sogenannte Schwammstädte und Schwammlandschaften. Regenwasser soll besser gespeichert werden, statt schnell über versiegelte Flächen abzufließen. Außerdem sollen Wasserschutzgebiete ausgeweitet und die kommunalen Leitungsnetze modernisiert werden.
Hintergrund sind immer häufiger auftretende Trockenperioden. Nach Ansicht der Grünen gilt die alte Annahme, Wasser sei in Bayern unbegrenzt verfügbar, längst nicht mehr.
Nur mithilfe dieser Maßnahmen heißt es nach Ansicht der Fraktion auch in Zukunft: Hahn auf, Wasser läuft.