Unterfranken: Tag des Handwerks

Der Samstag steht ganz im Zeichen des Handwerks: Am bundesweiten Aktionstag „Tag des Handwerks“ soll die Leistung, Vielfalt und wirtschaftliche Bedeutung gewürdigt werden. Aber wie steht es mit dem Handwerk in Unterfranken?
Wie die Handwerkskammer Unterfranken, kurz HWK, auf Anfrage mitteilt, sind die Zahlen der Beschäftigten im unterfränkischen Handwerk vergangenes Jahr angestiegen. Rund 95.000 Menschen waren 2025 im Handwerk beschäftigt – und damit fast 2.000 mehr als noch im Jahr davor.
Und auch die Ausbildungszahlen haben ein neues Hoch erreicht: Zum Ausbildungsstart im September dieses Jahr haben etwa 2.400 Azubis ihre Lehre im Handwerk angefangen. Damit starten so viele junge Menschen in ihre Ausbildung wie noch in den Jahren vor Corona. Laut der HWK spielen internationale Auszubildende eine entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung: Über 20 Prozent der Azubis in der Region haben einen ausländischen Pass.
Angespannte Situation im Handwerk
Auch wenn diese Entwicklung laut der HWK durchaus erfreulich ist, fehlen nach wie vor Fachkräfte in der Region. Jährlich bleiben etwa 1.000 Ausbildungsplätze unbesetzt.
Das führe dazu, dass später weniger qualifizierte Fachkräfte in den Betrieben der Region zur Verfügung stehen, aus denen wiederum weniger Meisterinnen und Meister als potentielle Betriebsinhaber hervorgehen würden.
Eine solche Entwicklung würde letztlich zu einem Mangel an handwerklichen Produkten und längeren Wartezeiten für Kundinnen und Kunden führen.