Unterfranken: Frühste und kürzeste Weinlese überhaupt

Klein, aber extrem fein und eine echte Rekordweinlese – so beschreibt der Fränkische Weinbauverband die Weinlese 2026. Die entsprechende Bilanz ist am Freitag in Nordheim vorgestellt worden.
Nie zuvor hat die Weinlese in Franken so früh begonnen und nie zuvor war sie so schnell wieder beendet. Gestartet hatte die Hauptweinlese am 01. September – in der dritten Septemberwoche war sie wieder beendet.
Zudem war das Jahr für den Weinbau von vielen verschiedenen Faktoren geprägt, vor allem aber von Hitze und Trockenheit. Dadurch war aber auch der Einfluss von Schädlingen nicht ganz so enorm.
Gleichzeitig war auch in den ersten Tagen der Lese schon klar: die Trauben sind deutlich kleiner als sonst. Und das zeigt sich auch bei der Erntemenge: durchschnittlich wurden 320.000 Hektoliter geerntet – das entspricht 42,7 Millionen Bocksbeutel.
Zum Vergleich: Im letzten Jahr konnten sich Weinfans noch über 50 Millionen Flaschen freuen.
Die Winzer erwarten aber einen hervorragenden Jahrgang – sortentypisch und aromatisch.
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Das durchschnittliche Mostgewicht liegt in diesem Jahr 89 Grad Oechsle, im letzten Jahr waren es noch 87 Grad Oechsle. Diese Zahl gibt den Anteil des Zuckers in den Trauben an.
Mit dem Stand 01. August hat es im Fränkischen Weinland eine Weinanbaufläche von 5.823 Hektar gegeben, zum Vergleich: vor einem Jahr waren es noch 6.003 Hektar.
Rund 680 Weingüter vermarkten ihre Weine direkt ab Hof, etwa 2.800 Winzerfamilien sind in der Winzergenossenschaft organisiert.
Wie gewohnt ist der Silvaner weiterhin das absolute Aushängeschild des Fränkischen Weinlands.