Unterfranken: Wie läuft eine Stichwahl ab?

In Unterfranken wird in etwas mehr als einer Woche nochmal gewählt – in einigen Gemeinden und Landkreisen konnte der Chefsessel im Rathaus oder Landratsamt nicht im ersten Durchgang der Kommunalwahl entschieden werden.
Deshalb kommt es jetzt zur Stichwahl. Die ist immer nötig, wenn ein Kandidat oder eine Kandidatin nicht direkt die absolute Mehrheit – also mehr als 50 Prozent der Stimmen – holen kann. Im nächsten Durchgang reicht dann auch eine einfache Mehrheit.
Für Wählende bedeutet das: wer vor Ort sein Kreuzchen setzen will, der kann am 22. März einfach mit Personalausweis in sein Wahllokal gehen.
Wer zum ersten Durchgang die Briefwahl-Unterlagen beantragt und auch gleich noch angekreuzt hat, sie auch bei einer möglichen Stichwahl zu wollen, bekommt die Wahlzettel automatisch zugeschickt.
Alle anderen müssen mit Wahlschein zur jeweiligen Gemeinde und die Unterlagen selbstständig beantragen.
Wie auch beim ersten Durchgang gilt: Der Wahlbrief muss am Wahltag bis spätestens 18 Uhr eingegangen sein.
Bei der Stichwahl ist aber auch der Wahlzettel deutlich kleiner.
Wo kommt es zur Stichwahl?
Unter anderem müssen die Menschen in Schweinfurt nochmal an die Wahlurne. Auf den Posten des neuen Oberbürgermeisters hatten sich sieben Kandidatinnen und Kandidaten beworben. Zur Stichwahl treten Ralf Hofmann von der SPD und Oliver Schulte von der CSU an.
Beispielsweise müssen aber auch die Bürgermeisterposten in Ochsenfurt, Lohr und Kitzingen am 22. März besetzt werden.
Und in den Landkreisen Würzburg und Main-Spessart müssen die Anwärter auf den Landratsposten nochmal ran. In Würzburg treten Thomas Ebert (CSU) und Sven Winzenhörlein (Grüne) gegeneinander an. In Main-Spessart Sabine Sitter (CSU) und Christoph Vogel (Freie Wähler).